FH-WORKING PAPERS

KREDITRISIKOMODELLE - MIT KALIBRIERUNG DER INPUT-PARAMETER

Authors
Robert Schwarz
Publication date
01.07.2004
Course of studies
FHplus
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ABSTRACT

Durch die neuen Baseler Eigenkapitalvorschriften (Basel II) werden die Banken in Zukunft die Möglichkeit haben, das mit Eigenkapital zu unterlegende Kreditrisiko mit internen Kreditrisikomodellen selber zu berechnen. Diese Arbeit untersucht die praxisrelevantesten Modelle. Als erstes wird das Modell von J.P. Morgan mit dem Namen CreditMetrics behandelt, das auf der Berechnung von Migrationswahrscheinlichkeiten (Wahrscheinlichkeiten von Ratingänderungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums) inkl. Ausfall basiert. Beim zweiten Modell handelt es sich um CreditRisk+ von Credit Suisse Financial Products (CSFP), das den Ausfall analog zur Schadenversicherung exogen durch einen Poisson-Prozess modelliert. Drittens wird das KMV-Modell vorgestellt, das auf dem Asset-Value- Modell von Merton (1974) beruht. Bei diesem Modell tritt der Ausfall ein, wenn der Firmenwert unter eine bestimmte Schwelle fällt. Bei CreditPortfolioView von McKinsey als viertem Modell werden die Ausfallsraten mittels logistischer Regression, deren Regressoren makro-ökonomische Variablen sind, geschätzt. Am Schluss dieser Arbeit wird gezeigt, dass die Input-Parameter der beiden Benchmarkmodelle CreditMetrics und CreditRisk+ so kalibriert werden können, dass sie ähnliche Ergebnisse liefern.
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