FH oder Uni: Was passt besser zu mir?

Gute Frage! Viele junge Menschen sind nach der Matura unsicher, ob sie an einer Fachhochschule oder einer Universität studieren sollen. Für beide Hochschulformen gibt es jeweils gute Argumente, die man abwägen sollte, bevor man eine Entscheidung trifft. Damit Ihnen die Wahl Ihres Studiums leichter fällt, erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen FH und Uni.

Gibt es Unterschiede beim Studienangebot von FHs und Unis?

Das Angebot von Fachhochschulen erstreckt sich über den technischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Gerade bei wirtschaftlichen Studien gibt es eine breite Auswahl: An der FH des BFI können Sie beispielsweise zwischen zehn Bachelor- und sechs Master-Studiengängen wählen. Studienrichtungen wie Rechtswissenschaften, Medizin, Pharmazie oder Volkswirtschaft können jedoch nur an Universitäten studiert werden.

Ist ein Studium an der FH oder der Uni schwerer?

Wie schwer oder leicht ein Studium ist, hängt vom gewählten Studiengang sowie Ihren individuellen Fähigkeiten ab. Ein Studium zu beginnen gestaltet sich auf einer Universität einfacher, da in der Regel keine Aufnahmeprüfung absolviert werden muss. Um die Anzahl der StudentInnen zu regulieren, gibt es in vielen Studiengängen jedoch Knock-out-Prüfungen. An der Fachhochschule sind die Studienplätze limitiert, weswegen der Aufnahmetest zur Anwendung kommt. Kleinere Gruppen stärken jedoch den Zusammenhalt innerhalb des Studiengangs und ermöglichen eine intensivere Betreuung durch die Lehrenden.

FH- oder Uni-Abschluss: Womit habe ich bessere Jobchancen?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, da sich Karrieremöglichkeiten und Gehalt von Branche zu Branche stark unterscheiden. Ein Abschluss an einer Fachhochschule ist dem einer Uni gleichwertig. Aufgrund ihrer hohen Praxisorientierung haben FHs jedoch ein hohes Standing bei Unternehmen. Im Unterschied zur Uni sind die Lehrenden meist PraktikerInnen. Die enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie erlaubt Studierenden außerdem schon während des Studiums – zum Beispiel im Rahmen von verpflichtenden Berufspraktika – Kontakte zu knüpfen, die im weiteren Berufsleben nützlich sein können. Job und Studium lassen sich an einer FH dank berufsgeleitender Studiengänge außerdem ohne Probleme vereinbaren.

Ist die FH verschult?

An einer Fachhochschule gibt es im Gegensatz zur Uni festgelegte Stundenpläne, die Studierenden werden in Jahrgängen zu sogenannten „Kohorten“ zusammengefasst und arbeiten häufig in kleinen Gruppen an Projekten. Bei den meisten Lehrveranstaltungen gibt es Anwesenheitspflicht, das ist an der Uni eher selten. Man ist zwar auf einer FH weniger flexibel als auf einer Universität, dafür schließen Studierende ihr Studium in Mindeststudienzeit ab. Das gestaltet sich an der Uni oftmals aufgrund überfüllter Lehrveranstaltungen sowie der hohen Prüfungsfrequenz am Semesterende schwierig. Während einem auf einer FH organisatorisch vieles abgenommen wird, fordert ein Studium an einer Uni viel Selbstständigkeit und Disziplin.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen eine kleine Orientierungshilfe bieten. Die Frage, ob ein FH- oder Uni-Studium besser zu Ihnen passt, ist aber letztendlich immer von den individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen abhängig und kann nicht pauschal beantwortet werden!

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unser Infopoint.

Ein FH-Studium kann für Sie das Richtige sein, wenn Sie...

  • Wert auf Praxisorientierung legen.
  • Wissen erwerben wollen, das man direkt im Job anwenden kann.
  • sich organisatorische Unterstützung und Struktur im Studium wünschen.
  • in kleineren Gruppen lernen wollen.
  • berufsbegleitend studieren wollen.
  • auch ohne Matura studieren wollen.

Ein Uni-Studium kann für Sie das Richtige sein, wenn Sie ...

  • Spaß an Theorie, Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten haben.
  • sich selbst gut organisieren und eigenverantwortlich lernen können.
  • kein Problem mit großen Gruppengrößen haben.
  • Schwer- und Zeitpunkte Ihrer Lehrveranstaltungen selbst wählen wollen.

Kosten, Förderungen & Beihilfen

FH: 363,36 € Studiengebühren pro Semester exkl. 20,70 € ÖH-Beitrag

Uni: 20,70 € ÖH-Beitrag; nach Mindeststudienzeit: 363,36 € Studiengebühren pro Semester

Für Studierende gibt es eine Vielzahl von finanziellen Unterstützungen:

  • Studienbeihilfe
  • SelbsterhalterInnen-Stipendium
  • Leistungs-, Förder- und Sprachstipendium
  • Reisekostenzuschuss
  • Fahrtkostenzuschuss

Alle Infos finden Sie unter:

Österreichische HochschülerInnenschaft

stipendium.at