STUDIEN

Kriterien einer erfolgreichen Internationalisierung am Beispiel ausgewählter Produktionsbetriebe in Ostösterreich

AutorInnen Andreas Breinbauer
Eidler, Kucera, Matyas, Poiger, Reiner, Titz
Datum 2007
Studiengang Logistik und Transportmanagement, BA / Logistik und Transportmanagement, MA
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Abstract

Österreich ist nachweisliche einer der größten Profiteure der EU-Osterweiterung. Gerade auch Klein- und Mittelbetriebe wagen sich immer öfter über die Grenzen, und das mit großem Erfolg. Wir analysierten deshalb im Detail den Internationalisierungsprozess von elf ausgewählten Produktionsbetrieben, die ihren Standort in Ostösterreich haben. Es zeigte sich, dass eine reine Kostensenkungsstrategie nicht zielführend war. Vielmehr ging es darum, ein Netzwerk von Wertschöpfungsstrategien aufzubauen und zu optimieren, um gleichzeitig die rasch wachsenden Märkte in Mittel- und Osteuropa bedienen zu können. Alle befragten Unternehmen gaben an, dass ihre Internationalisierungsprojekte – trotz bestimmter hemmender Faktoren und Risiken – erfolgreich waren und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesteigert werden konnte. In Österreich wurde dadurch teilweise eine Umschichtung der Arbeitsplätze zu höherwertigen Tätigkeiten geschaffen. Voraussetzung für diesen Transfer ist eine gute Aus- und Weiterbildung. Der Großteil der befragten Unternehmen wünschte sich bessere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, um sowohl in Österreich als auch in den Nachbarländern den stark wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften abdecken zu können. Die Sicherung des Standortes Ostösterreich führt nach Meinung der Befragten Unternehmen über eine Erhöhung der F&E- Ausgaben, eine verstärkte Qualifizierung der Arbeitskräfte, eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sowie über zusätzliche Investitionsanreize von Seiten der öffentlichen Hand. Die Unternehmen wünschen sich einen unbürokratischen und serviceorientierten Zugang zu diesen Fördermitteln.