AK-Projekt "Die Zukunft der Pflege im digitalen Wandel"

Das Projekt „Die Zukunft der Pflege im digitalen Wandel“ wurde vom Digitalisierungsfonds 4.0 der Arbeiterkammer Wien gefördert und von der FH des BFI Wien in Zusammenarbeit mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) durchgeführt. Im Rahmen einer Pilotstudie mit dem Pflegepersonal einer Pflegeeinrichtung der Caritas Socialis wurde untersucht, inwiefern digitale Anwendungen (Kommunikationsmittel, gemeinsame Benutzeroberflächen, Apps und Tablets) den Pflegealltag erleichtern sowie den pflegebedürftigen Menschen eine bedarfsorientiertere Pflege bieten können.

Forschungsmethode

In einer explorativen Fallstudie wurden mit leitfadengestützten Interviews die Bedürfnisse, Arbeitsbedingungen und aktuellen Herausforderungen des Pflegepersonals und deren Vorgesetzter erhoben, um die Anwendbarkeit von digitalen Instrumenten und deren möglichen Einsatz zu analysieren. Danach folgte die Entwicklungsphase in enger Abstimmung mit der Caritas Socialis. Durch Feedbackschleifen mit Fokusgruppen nach der ersten Runde der Interviewbefragungen, konnte die Nutzer:innenfreundlichkeit in einem Co-Creation Prozess überprüft werden. Dabei wurden digitale Anwendungen analysiert und verbessert.

Ein Auszug aus den Projektergebnissen

Die Covid-19 Pandemie ermöglichte im Rahmen des Forschungsprojekts auch Engpässe und Herausforderungen im Pflegealltag zu eruieren und hat in der Caritas Socialis zu einer verstärkten Nutzung digitaler Anwendungen geführt. So konnte untersucht werden, ob dadurch ein besserer Zu- bzw. Umgang zu/mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen ermöglicht wird und welche Bedürfnisorientierungen sich hier aus Sicht der pflegenden Angestellten ergeben.

Digitale Apps können den Pflegealltag erleichtern, indem z.B. der Medikamentenbedarf online koordiniert werden kann und somit Arbeitswege und -aufwand des Pflegepersonals im Vorfeld reduziert werden oder Fuhrparkaufzeichnungen zeitnah und digital erfolgen können.

Neben dem Bestehen von digitalen Systemen ist es zudem wichtig, die digitale Kompetenz der Mitarbeiter:innen zu fördern. Darum wurden Schulungsvideos erstellt, in denen der externe Einstieg über mobile Endgeräte in die digitalen Plattformen sowie neue Funktionen erläutert werden. Gerade für eine große soziale Einrichtung ist es von zentraler Bedeutung, dass alle Mitarbeitenden in dieser Hinsicht auf dem aktuellen Stand der technischen Anwendungen sind. Daher werden die Ergebnisse des Projekts vor allem die Arbeitnehmer:innen selbst unterstützen sowie weitere Digitalisierungsschritte in der Organisation anregen können.

Die vollständigen Projektergebnisse werden in der FH Zeitschrift "Wirtschaft & Management" im April 2022 publiziert.

Projektlaufzeit

01.01.2020 bis 31.08.2021

Inhaltliche Projektleitung

Prof.in (FH) Dr. in Stefanie Wöhl

Projektpartnerin

Austrian Institut of Technology, Dr.in Susanne Giesecke und Astrid Unger, B. Eng.

Gefördert von: