Gestalten Sie die digitale Zukunft mit menschenzentrierten Werten

Technologie verändert unsere Welt in einem bisher beispiellosen Tempo. Künstliche Intelligenz, datengetriebene Systeme und eine rasante digitale Transformation verändern grundlegend, wie wir leben, arbeiten und miteinander interagieren. Die ethischen, sozialen und menschlichen Dimensionen dieser Entwicklungen zu verstehen, war noch nie so wichtig wie heute.

Der Lehrgang Digitaler Humanismus bietet eine einzigartige Gelegenheit, philosophische Perspektiven mit praktischen Werkzeugen für eine verantwortungsvolle und werteorientierte digitale Transformation zu verbinden.

Der Lehrgang richtet sich an Berufseinsteiger:innen in den Bereichen Technik, Verwaltung, Management, Bildung und Forschung und vermittelt den Teilnehmer:innen das Wissen und die Kompetenzen, digitale Technologien kritisch zu reflektieren und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Durch die Auseinandersetzung mit Themen wie Ethik, Vertrauen, Kreativität und der Zukunft der Arbeit entwickeln die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis dafür, wie Technologie im Einklang mit menschlicher Würde, sozialer Gerechtigkeit und demokratischen Prinzipien gestaltet werden kann.

Nach Abschluss des Lehrgangs sind die Teilnehmer:innen in der Lage:

  • Die konzeptionellen Grundlagen und zentralen Prinzipien des Digitalen Humanismus zu erläutern und praxisnahe Beispiele für dessen Umsetzung in realen Anwendungsfeldern zu geben.
  • Anhand des Beispiels von Entfremdung in digitalen Arbeitsumgebungen zwischen humanistischen und anti-humanistischen Anwendungen neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) zu unterscheiden.
  • Den Zusammenhang zwischen verschiedenen Konzepten (Vertrauen, Urteilsvermögen, Ko-Kreativität und multimodale Literalität) und dem Digitalen Humanismus zu beschreiben.
  • Praktische Ansätze zu entwickeln, um Prinzipien des Digitalen Humanismus in Arbeitsorganisationen und Entscheidungsprozesse zu integrieren.
  • Ethische Instrumente zusammenzustellen, um den Umgang mit KI und (großen) Datensystemen aus der Perspektive des Digitalen Humanismus zu bewerten, und diese Instrumente auf das eigene Arbeitsumfeld zu übertragen.

Der Lehrgang befähigt die Teilnehmer:innen, digitale Transformation im Einklang mit menschlicher Würde, demokratischen Werten und ethischer Verantwortung zu gestalten.

Haben Sie noch offene Fragen zum Lehrgang?

Bei unserer Online-Infosession erfahren Sie alles, was Sie über das Certificate Programme Digitaler Humanismus wissen möchten.

  • Mi., 30. September 2026, 18:00 - 19:00 Uhr

>>Um sich einen Platz zu sichern, melden Sie sich hier an.

Die Login-Informationen sowie alle Details zur Online-Infosession werden Ihnen im Anschluss per Mail zugesendet.

Module

Einführung in den Digitalen Humanismus

  • Grundlagen des Humanismus und der Ethik im digitalen Zeitalter
  • Prinzip des Digitalen Humanismus, z.B., Wertsetzung, Setzen von Grenzen, Ko-Kreativität und Multimodal Literacy
  • Good-practice-Beispiele aus der öffentlichen Verwaltung, aus Wirtschaft und Bildung

Ko-Kreativität

  • Relevanz der Ko-Kreativität im digitalen Humanismus
  • Theorie und Praxis der Ko-Kreativität
  • Der ko-kreative Prozess und seine Bestandteile: engagiertes Handeln, ko-kreativer Flow, Novelty (Neuheit), Ethik etc.
  • Good-Practice-Beispiele aus Bildung und Wirtschaft

Humanisierung und entfremdete Arbeitsprozesse

  • Historische Einordnung der Konzepte Arbeit und Entfremdung
  • Definition von unsichtbarer Arbeit und der Mechanismen der unsichtbaren Arbeit in der KI-Industrie
  • Arbeitsbedingungen und die Dehumanisierung der Arbeit durch neue Technologien anhand des Beispiels der data labellers
  • Möglichkeiten für menschlichere Arbeitsbedingungen in einer digitalen Welt und praktische Beispiele

Vertrauen (Trust) und Künstliche Intelligenz (KI)

  • (Philosophische) Konzeptualisierungen von Vertrauen und Vertrauenswürdigkeit in Bezug auf den Konflikt zwischen Vertrauen als Eigeninteresse und Vertrauen als akzeptierte Verletzlichkeit/akzeptiertes Risiko
  • Vor- und Nachteile der Entwicklung von vertrauenswürdiger KI ("trustworthy AI development") hinsichtlich Durchsetzungsvermögen und Bedeutsamkeit und die damit verbundenen Vorteile eines humanistischen Konzepts des Vertrauens im Hinblick auf KI
  • Politische Richtlinien für die Entwicklung von vertrauenswürdiger KI (EU AI Act, OECD Guidelines) und Firmenrichtlinien für eine ethische Verwendung von KI

Lehrgangsleitung

Alexander Schmölz ist Professor für Digitalen Humanismus an der Fachhochschule des BFI Wien, Editor-in-Chief der wissenschaftlichen Zeitschrift Digital Culture & Education (DCE) sowie Researcher-in-Residence bei fit4internet. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Humanismus und Digitalisierung, mit besonderem Fokus auf Governance, Inklusion, Ko-Kreativität und digitale Kompetenzen sowie auf ermöglichende und einschränkende pädagogische und politische Rahmenbedingungen

Pia-Zoe Hahne ist Forscherin im Bereich Digitaler Humanismus an der Fachhochschule des BFI Wien und PhD-Kandidatin an der Fakultät für Philosophie der Universität Wien. Zudem ist sie Mitglied des Editorial Boards der wissenschaftlichen Zeitschrift Digital Culture & Education. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Technologiephilosophie, der Ethik Künstlicher Intelligenz sowie in der Beziehung zwischen gesellschaftlichen Akteur:innen und Künstlicher Intelligenz. Sie schloss ihr Studium mit Auszeichnung mit einem MSc in Cultures of Arts, Science and Technology an der Maastricht University ab.

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Facts

3 Tage

Präsenzkurs, ergänzt durch digitale Unterrichtsinhalte

Modularer Aufbau, Erwerb von 3 ECTS möglich

Abschlusszertifikat

Kosten

€ 650,-

Absolvent:innen der FH des BFI Wien erhalten 10% Preisnachlass auf den Vollpreis.

Bewerbungsfrist

22. Oktober 2026

Programmbeginn

November 2026

Termine für das nächste Certificate Programme 

5. November 2026 - Präsenz

6. November 2026 - Präsenz

7. November 2026 - Präsenz

9:00 - 17:00 Uhr täglich

26. November 2026 - Prüfung

Lehrveranstaltungssprache

Deutsch

Programmort

Media Quarter Marx 3.4

Maria Jacobi Gasse 1

1030 Wien

Berufliche Tätigkeitsbereiche

  • Technologie und digitale Innovation
  • Digitale Ethik
  • Bildung und Lernen
  • Forschung
  • Öffentliche Verwaltung und Governance
  • Politikentwicklung für die digitale Transformation
<p>Anita Stiedl</p>

Anita Stiedl

Koordination

Telefon: +43 1 720 12 86-949

anita.stiedl@fh-vie.ac.at