Lebenswerte Städte, das Erbringen von sicheren und leistbaren Leistungen des öffentlichen Lebens, sind wesentliche Aufgaben der Kommunalwirtschaft. Diese steht im Spannungsfeld agil auf gesellschaftspolitische Entwicklung zu reagieren, zukunftsfähige Prognosen für sozioökonomische Veränderungen zu geben und langfristige Investitionen zu planen. Die Erbringung dieser Leistungen wird durch den Prozess der Wirtschaftsliberalisierung und -privatisierung öffentlicher Leistungen, der das wirtschaftspolitische Umfeld der letzten Jahrzehnte geprägt hat, zunehmend vermarktlicht. Auch auf internationaler Ebene, basierend auf weitreichenden Liberalisierungsbestrebungen der EU Kommission, intensiviert sich die Diskussion darüber, welche Teile der Wirtschaft für den freien Markt geeignet sind und für welche die öffentliche Hand, vor allem auf kommunaler Ebene, Leistbarkeit und Zugang für alle Bevölkerungsschichten sicherstellen muss. Viele Beispiele gescheiterter Privatisierungen von Daseinsvorsorgeleistungen und darauf folgender Rekommunalisierungen zeigen die Relevanz dieser Debatte für die wirtschaftspolitische Praxis. Beiträge zu diesem kritischen Diskurs sind ausdrücklich erwünscht.

Gefördert werden daher Arbeiten, die sich kritisch, mit einem interdisziplinären Anspruch, Fragen der künftigen Gestaltung von Leistungen der Daseinsvorsorge widmen. Dazu zählen etwa Analysen der Aufgaben der Kommunalpolitik im Bereich der Wasser- und Energieversorgung, aber auch des öffentlichen Transports oder der Schaffung von leistbarem Wohnraum. Im Zentrum steht dabei der Aufgaben- und Leistungsbereich von Kommunen. Eingereichte Arbeiten können einen ökonomischen, politikwissenschaftlichen oder betriebswirtschaftlichen Hintergrund im Rahmen des Public Management haben. Wesentlich ist die Analyse konkreter Entwicklungen und zukunftsfähiger Maßnahmen in diesem Bereich.

Unterstützt werden Master- und Bachelorarbeiten des Studiengangs Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung der FH für Wirtschaft, Management und Finance BFI Wien. Der Förderpreis, gestiftet vom Büro für Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft der Stadt Wien, honoriert eine herausragende Masterarbeit in der Höhe von 1.500 EURO und zwei herausragende Bachelorarbeiten in der Höhe von je 750 EURO.

Voraussetzungen zur Einreichung

  • Absolvierung des Masterstudiums/Bachelorstudiums Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung
  • Zuordenbarkeit zu den Fachbereichen Volkswirtschaft, Politikwissenschaft, BWL – Public Management und Thema mit den oben genannten Schwerpunkten
  • Keinerlei Prämierung der Arbeit durch andere Preise oder Förderstipendien
  • Arbeiten können nur einmalig eingereicht werden.
  • Die Preisträger/innen erklären sich bereit, die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen einer Fachveranstaltung im Jahr der Verleihung zu präsentieren/diskutieren.

Erforderliche Unterlagen

  • Masterarbeit / Bachelorarbeit (elektronisch an: elisabeth.springler@fh-vie.ac.at)
  • Beurteilungsprotokoll des/der Betreuer/s/in

Erforderliche Unterlagen

  • Masterarbeit / Bachelorarbeit (elektronisch an: elisabeth.springler@fh-vie.ac.at)
  • Beurteilungsprotokoll des/der Betreuer/s/in

Kontakt

Einreichungen in elektronischer Form an:

Prof.in (FH) Dr.in Elisabeth Springler

Studiengangsleiterin

elisabeth.springler@fh-vie.ac.at

Tel.: +43 1 720 12 86-20