Working Papers

Ökonomische Ansätze zur Erklärung der Attraktivität europäischer Staaten für chinesische Direktinvestitionen

AutorInnen: Nathalie Homlong, Elisabeth Springler

Erscheinungsdatum: 05.07.2017

Studiengang: HQ Standort Wien

Abstract

In den letzten Jahren haben chinesische Unternehmen vermehrt ausländische Direktinvestitionen getätigt, wobei das Ziel des Großteils dieser Investitionen andere asiatische Staaten waren (zirka 62% der ausländischen Direktinvestitionen im Jahr 2013). Im Vergleichszeitraum wurden lediglich 6% der ausländischen Direktinvestitionen in Europa getätigt. Dieser Anteil bedeutet eine starke Steigerung und zeigt, dass die europäischen Volkswirtschaften attraktiv für die Investitionen chinesischer Unternehmen sind, gleichzeitig sind die Investitionen stark auf einzelne europäische Staaten konzentriert. Österreich hat mit zirka 436 Millionen Euro an der Gesamtsumme von fast 46 Milliarden Euro an chinesischen Direktinvestitionen einen vergleichsweise geringen Anteil (Haneman / Huotari 2015). Es stellt sich daher die Frage welche Kriterien für chinesische Auslandsinvestitionen von Relevanz sind. Der vorliegende Beitrag vergleicht Österreich mit anderen kleinen Volkswirtschaften in der Europäischen Union. Kriterien für die Attraktivität europäischer Staaten für ausländische Direktinvestitionen werden aus alternativen Ansätzen ökonomischer Theorien abgeleitet und für Österreich angewendet. Zur Einschätzung der spezifischen österreichischen Situation wird eine Auswertung von ExpertInneninterviews im Hinblick auf die theoretisch abgeleiteten Variablen vorgenommen.