Plus 2 Grad: Warum wir uns für die Rettung der Welt erwärmen sollten

Eine Nachlese

Als Gründungsmitglied des Bildungsgrätzl Stuwer Viertel Zwei lud die FH des BFI Wien am 24.6. gemeinsam mit der stv. Bezirksvorsteherin Astrid Rompolt zur Besprechung des Buches: „Plus 2 Grad: Warum wir uns für die Rettung der Welt erwärmen sollten“ von Helga Kromp-Kolb und Herbert Formayer.

Doch, wir müssen aktiv sein

Provokante Fragen wie „Können meine Enkerln noch Skifahren gehen?“ oder „Da kann man halt nix machen“ stellte Kromp-Kolb im Laufe ihrer Besprechung in den Raum, und kam zum Fazit: „Skifahren, wenn wir etwas unternehmen und zwar jetzt, dann schon – in geänderten Maßen“ und ein eindeutiges „Wir können und müssen etwas unternehmen – die Antwort lautet also doch man kann was machen“.

Es sei aller höchste Zeit die notwendigen Schritte zu unternehmen um für das Klima schädliche Emissionen, einzudämmen. So präsentierte die Autorin, wie die Erderwärmung seit dem 14. Jhd. bis zum 19. Jhd. um 0,5 – 0,9 Grad zunahm, während die Temperatur in den vergangenen Jahrzehnten rasant angestiegen ist. Sollte die Erderwärmung ungebremst weitergehen und sich der Meeresspiegel durch Abschmelzen der Gletscher beispielsweise um ein Meter erhöhen, würden weite Teile der Küsten geflutet und zahlreiche besiedelte Gebiete überschwemmt. Dies führe zu einer enormen Bevölkerungsbewegung.

Wenn die Hitze auch nachts nicht nachlässt

Mit Blick auf regionale Veränderungen konstatierte Kormp-Kolb, dass es 2018 Wien so viele Tropennächte (Nächte in denen die Temperaturen nicht unter 20°Grad sinken) wie noch nie gab. Die Folgen seien gravierend: ein negativer Rekord sei die Anzahl die Hitzetoten, die bei weitem die Zahl der Verkehrstoten überstiege, jedoch von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen würden.

„Da kann man halt nix machen!“ – Doch und zwar dringend. Neben dem individuellen Verhalten sei hier die Politik und Wirtschaft gefordert. Österreich wurde vom einstigen Umweltmusterschüler zum Nachzügler in Sachen Klimaziele. Dies muss dringend geändert werden. Verantwortungsvolle Politiker und Poltikerinnen stünden hier ebenso wie Wirtschaftstreibende hier in der Pflicht.

Engagiert, motiviert für ihre Zukunft

Diese forderten in zahlreichen Wortmeldungen auch das Publikum - Jugendliche, Studierende, Lehrende, interessierte PensionistInnen und AnraienrInnen der Leopoldstadt waren dabei. Generationen überschreitend wurde Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aufgerufen endlich die Notwendigkeit des Handelns zu erkennen und aktiv zu werden - sozioökonomisch und politisch. Auch individuell könne jede Person zu einer ausgeglichenen Klimabilanz beitragen – auch kleine Schritte trügen bei, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Dabei helfe es bereits, Gewohnheiten zu ändern denn dafür sei es nie zu spät.

Die junge Generation macht dies Politik, Wirtschaft und „grown-ups“ engagiert und motiviert vor.

Verantwortungsvolle Bildung für Fach- und Führungskräfte

Als Hochschule für Wirtschaft, Management und Finance und Mitglied des UN Global Compact nimmt die FH des BFI Wien diesen Auftrag sehr ernst. Hier werden Fach- und Führungskräfte für Wirtschaft und Institutionen ausgebildet. Somit ist es selbstverständlich, Nachhaltigkeit als Querschnittsthema in die Studiengänge, Programme des Executive Education Centers aber auch innerhalb der gesamtes Organisation strategisch voranzutreiben und Plattform für Diskurs zu bieten.