Symposium: "Emerging Market Multinationals Challenging Europe? Smart Policies for Sustainable Headquarter Locations" – eine Nachlese

Am 29. November 2018 fand das Symposium "Emerging Market Multinationals Challenging Europe? Smart Policies for Sustainable Headquarter Locations" an der FH des BFI Wien, der Hochschule für Wirtschaft, Management und Finance, statt. Das sehr gut besuchte Symposium war der offizielle Abschluss und gleichzeitiger Höhepunkt des Forschungsprojektes “HQ-Standort Wien: Nachhaltige sozioökonomische Handlungs- und Entwicklungsperspektiven im Hinblick auf den Headquarterstandort Wien“. Das Forschungsvorhaben wurde von der MA23 der Stadt Wien gefördert.

1. Teil „Scientific Track“ mit drei hochkarätigen Expert Roundtables

Das Symposium startete am Nachmittag mit dem „Scientific Track“, bei dem ForscherInnen der FH des BFI Wien, sowie renommierte internationale WissenschaftlerInnen ihre Forschungsergebnisse präsentierten.

Die Keynote hielt der international renommierte Forscher und Herausgeber zahlreicher Piblikationen, Louis Brennan, Professor an der Trinity Business School vom Trinity College Dublin. Prof. Brennan widmete sich in seinem Vortrag dem Thema „Emerging Market Multinationals Challenging Europe? An Analysis of the Response to Investment by Chinese Multinationals”.

In den drei Expert Roundtables stellten die WissenschaftlerInnen ihre Beiträge des im Frühjahr 2019 erscheinenden Buches „Emerging Market Multinationals Challenging Europe? Opportunities, Threats and Strategies“ vor und diskutierten diese mit den weiteren TeilnehmerInnen.

Die Bandbreite der Beiträge reichte von der generellen Herausforderung für Europa und die Globalisierung in Bezug auf Emerging Market Multinationals, über die chinesischen Expansionsstrategien in Europa und den Emerging Market Dynamiken bis hin zu Europa in Bezug auf Russland und Lateinamerika.

Unser Dank gilt den internationalen Co-AutorInnen, Jonathan Perraton von der University of Sheffield, Ilona Hunek von der Kozminski University in Warsaw sowie der Co-Autorin Ute Heinrichs von der WU Wien, die neben den FH-ForscherInnen Andreas Breinbauer, Johannes Jäger, Johannes Leitner, Andreas Nachbagauer und Elisabeth Springler ihre Inputs aus den jeweiligen Buchkapiteln gaben.

2. Teil: Podiumsdiskussion „Nachhaltiger Headquarterstandort Wien – Smarte Ansiedlungspolitik“

Zu Beginn der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltiger Headquarterstandort Wien – Smarte Ansiedlungspolitik“ präsentierte Rektor und Projektleiter Andreas Breinbauer die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Nachhaltiger Headquarterstandort Wien“, darunter waren auch Vorschläge für eine „Smarte Standortpolitik“.  Im Anschluss diskutierten am Podium folgende hochrangige Vertreter der Wiener Wirtschafts- und Stadtpolitik:

  • Leo Hauska, Geschäftsführer der HQ Austria – Unternehmenszentralen in Österreich & Geschäftsführer von Hauska & Partner
  • Klemens Himpele, Abteilungsleiter der MA 23 (Stadt Wien)
  • Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien und
  • René Siegl, Geschäftsführer der Austrian Business Agency (ABA)

Ist-Situation und Herausforderungen für die Zukunft für die Stadt Wien

Wien setzte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf Lebensqualität, Qualität der Arbeit etc. und vermarktete dies auch nach außen. Diese Strategie zeigte sich erfolgreich und sollte auch fortgesetzt werden, so der Tenor. Wien ist attraktiv für Betriebsansiedelungen, 2017 kamen 191 Unternehmen dazu – der stärkste Zuzug erfolgte durch den Handel.

Benötigt: USP für Wien und neue Formen der Kooperation

Wien wird weltweit als „Stadt der Musik und Tradition“ gesehen, als Wirtschaftsstandort ist die österreichische Hauptstadt global vergleichsweise nicht so bekannt, es muss daher stärker an einem USP gearbeitet werden. Ein solcher ist sicher, dass in Wien knapp 200.000 Studierende leben – die höchste Anzahl im deutschsprachigen Raum. Daher stellt sich für die Zukunft auch die Frage, wie Wien sich als Forschungs-Headquarter etablieren kann. Die zentrale Position Wiens wird durch zahlreiche und renommierte internationale Institutionen unterstrichen. Dass Wien z.B. einer von drei UNO-Standorten weltweit ist, ist in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht entsprechend repräsentiert.

Um bei Headquarter-Ansiedlungen stärker ins Spiel zu kommen, muss die Stadt Wien es auf die Mindmap der Transnationalen Unternehmen schaffen. Dafür braucht es auch neue Arten der Kooperation mit anderen Städten. Letztes Jahr trat die Stadt Wien auf Einladung von Berlin der Start-Alliance bei. Heuer wurde ein „City-to-City-Agreement“ mit London und ein „City-to-City Agreement“ mit Sofia im Bereich der Life Sciences und der FinTechs unterzeichnet.

Angelika Kramer vom trend Magazin führte durch den Abend.

Eine ausführliche Bildergalerie finden Sie auf Flickr!

Eindrücke von den Roundtables


Eindrücke von der Podiumsdiskussion



Zur Übersicht