WORKINGPAPERS

Bankenregulierung in der Krise

AutorInnen Dr. Johannes Jäger
Erscheinungsdatum 09.06.2010
StudiengangBank- und Finanzwirtschaft, MA
E-Mail johannes.jaeger@fh-vie.ac.at
DownloadWP59 Jäger (PDF, 1,43 MB)

Abstract

Basel II verfolgte die Intention, durch risikoadäquate Eigenkapitalunterlegung die Stabilität der Banken zu
erhöhen. Gleichzeitig erwarteten sich viele Banken dadurch eine Reduktion der nötigen Mindesteigenmittel
und damit die Möglichkeit der Erzielung eines höheren Leverage-Effekts. Im Paper wird der Frage
nachgegangen, ob tatsächlich prozyklische Wirkungen von Basel II feststellbar sind und welche
Gegenmaßnahmen allenfalls getroffen werden. Überdies wird untersucht, inwieweit mit dieser spezifischen
Form der Bankenregulierung realwirtschaftliche Konsequenzen verbunden sind und welche Rolle
insbesondere die EU bei der Lösung der Probleme bisher gespielt hat bzw. spielen könnte. Als zentrales
Ergebnis lässt sich festhalten, dass Basel II als Kernbestandteil der Bankenregulierung problematische
Implikationen hatte, die sich in der Krise zeigten. Die bislang im Zuge der Krise getroffenen Maßnahmen zur
Bankenregulierung stellen überdies keinen Bruch mit der bisherigen Regulierungspraxis dar.